Kochen
Publiziert: 03.10.2017 / 07:50
Die Kartoffel, die gar keine ist

Süsskartoffeln erleben weltweit einen Boom. In der Schweiz sind sie derzeit noch eine Nische, aber im Kommen.

Der Name täuscht: Die Süsskartoffel ist mit der Kartoffel nicht verwandt. Sie ist vielmehr ein Windengewächs, dessen Speicherwurzeln geerntet und gegessen werden können.

Ursprünglich stammt die Süsskartoffel wohl aus Zentralamerika. Heutzutage wird sie in zahlreichen wärmeren Ländern weltweit angebaut. Der grösste Produzent ist China.

So vielfältig wie die Anbaugebiete sind auch die Gerichte, für welche Süsskartoffeln verwendet werden. Gebacken, als Suppe, als Süsskartoffelstock, als Frites oder - im Gegensatz zum Namensvetter - auch roh werden sie verspiesen und genossen.

Trend-Gemüse als Nischenproduktion

Im Schweizer Handel sind die meisten Süsskartoffeln Importware. Verzehnfacht haben sich die Exporte in den letzten Jahren. Doch ein immer grösserer Anteil stammt auch aus der Schweiz, jedoch ist die Nachfrage nach Schweizer Ware grösser als das Angebot.

Aber immer mehr Schweizer Landwirte bauen Süsskartoffeln an. Eine Kultur, die nicht ganz einfach zu handhaben ist, da sie zum Beispiel Kälte gar nicht mag. Einige Landwirte sind noch in der Testphase, andere haben die Chance der Nische aber schon gepackt und beliefern mittlerweile den Detailhandel. Derzeit kann man davon ausgehen, dass die Anbaufläche in der Schweiz weiter steigen wird.

lid

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