Zentralschweiz,Viehzucht
Publiziert: 11.10.2017 / 12:07
Die wahren Kuhprofis

Auf dem Zuchtbetrieb von Peter Kälin in Egg SZ wurden die besten Braunvieh-Herdenmanager ausgezeichnet.

Züchter vom Spitzenstier Simaboy, zwei weibliche Zuchtfamilien mit 90 und mehr Punkten in den vergangenen drei Jahren, fünf 100‘000er-Kühe, diverse Schauerfolge und zwölf Mal in Serie auf der Betriebsmanagementliste. Das Palmarès vom Braunviehzuchtbetrieb Peter Kälin in Egg ist eindrücklich. Auf dem auf 930 m.ü.M. gelegenen Futterbaubetrieb fand der diesjährige Braunvieh Event statt, wo die besten Herdenmanager der Rasse ausgezeichnet wurden. 25 Kühe und 35 Jungtiere leben auf dem 35 Hektar grossen Hof unmittelbar unterhalb der Etzelpasshöhe. "Ich füttere gerne Heu, dieses Futter ist gut für die Kühe", erklärt Peter Kälin einen der Eckpunkte seiner Fütterungsstrategie. Funktionelle und langlebige Kühe sind das Zuchtziel des Eigenbestandsbesamers. Kühe, wie sie der Stier Egochs Dally Simbaboy züchtet.

Willi Vogt arbeitet mit Privatstier
Das Vererbungsmuster von Simbaboy gefällt auch Willi Vogt aus Güttingen. "Ich beabsichtige, nächstes Jahr mit einem Simbaboy-Jungstier aus einer eigenen Kuh zu arbeiten", erklärt der Thurgauer Züchter, der es sogar schon 13 Mal auf die Managementliste schaffte. Er deckt einen grossen Teil seiner rund 60 Milchkühe mit einem Natursprungstier aus eigener Zucht. Damit möchte er die Stärken seiner Kuhfamilien im Bestand noch festigen. Wichtig sind ihm die Fitnessmerkmale. "In den letzten Jahren setzte ich etwas zu stark auf das Merkmal Milchmenge, das möchte ich in Zukunft wieder etwas korrigieren."

Jeder zehnte Ausserrhodener Betrieb
257 Züchter schafften es dieses Jahr auf die Betriebsmanagementliste, was 2,75 Prozent aller Betriebe entspricht. Davon stehen 60 Betriebe im Kanton St.Gallen. Die grösste Dichte an Kuhprofis gibt es in Appenzell Ausserrhoden. Gleich jeder Zehnte erfüllte die hohen Anforderungen von Braunvieh Schweiz. Von der Ausserrhodener Viehzuchtgenossenschaft Hundwil schaffte dieses Kunststück sogar jeder fünfte Betriebsleiter. Beeindruckend waren auch die Zahlen, die Lucas Casanova, Direktor von Braunvieh Schweiz, bei der Bekanntgabe der besten Einzelresultate präsentieren konnte (siehe Kasten).

Reto Betschart

 

 

Braunviehbetriebe mit 5 und mehr Einträgen auf der Betriebsmanagementliste in Folge:

13 Mal: Willi Vogt, Güttingen TG
12 Mal: Peter Kälin, Egg SZ
11 Mal: Erwin und Armin Niederberger, Unterägeri ZG; Eugen Arnet-Koller, Buttisholz LU
9 Mal: Adrian-Georg Sager, Buch b. Frauenfeld TG; Hans-Ruedi Tanner, Neukirch (Egnach) TG
7 Mal: Hans Frischknecht, Waldstatt AR
6 Mal: Hans Burri-Ambühl, Schachen LU; Arnold Schatt-Lacher, Feusisberg SZ
5 Mal: Fredy Frank-Dinkel, Ennetbürgen NW

Beste Einzelwerte in der Betriebsmanagementliste 2016/2017

Berggebiet
Höchste kg Milch (10‘564 kg): Josef Fässler, Appenzell-Meisters AI
Höchste % Eiweiss (3.75 %): Ernst Frischknecht, Waldstatt AR
Höchste Lebensleistung (42‘634 kg): Josef Beeler, Sattel SZ
Tiefste Serviceperiode (73 Tage): Arnold Schatt-Lacher, Feusisberg SZ
Tiefste Zellzahlen (34 Zellzahl): Walti Röthlin, Kerns OW

Talgebiet
Höchster kg Milch (10‘835 kg): Raimund Beerli, Bichelsee TG
Höchster % Eiweiss (3.76 %): Hanspeter Kaufmann, Nottwil LU
Höchste Lebensleistung (42'510 kg): Eugen Arnet-Koller, Buttisholz LU
Tiefste Serviceperiode (68 Tage): Bildungs- und Beratungszentrum Arenenberg, Salenstein TG
Tiefste Zellzahlen (29 Zellzahl): Werner von Euw, Brunnen SZ

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