Wohnen,Direktvermarktung
Publiziert: 10.10.2017 / 13:37
Hauswirtschaft: Es muss nicht immer Plastik sein

Im täglichen Leben geht fast nichts ohne Kunststoffe, jeder hat sein spezielles Einsatzgebiet. Im Verpackungsbereich gibt es Alternativen.

Das vielfältige Angebot von Gegenständen des täglichen Bedarfs aus Kunststoffen ist unübersehbar. Jeder Kunststoff hat eine andere Zusammensetzung. Sie werden aus Erdöl, Erdgas oder Kohle hergestellt. Durch Zusatz von weiteren Materialien wie Weichmacher, Füll- und Farbstoffe lassen sich Kunststoffe mit verschiedenen Eigenschaften gewinnen.

  • Thermoplaste schmelzen beim Erhitzen und sie verformen sich beim Erwärmen. Sie werden für Schüsseln, Waschkörbe, Ess- und Trinkgefässe, aber auch für Eimer und Fussbodenbeläge oder Acrylglas verwendet.
  • Duroplaste sind weniger temperaturempfindlich. 
    Bei enorm starker Hitzeeinwirkung verkohlen sie. Sie werden als Gehäuseteile 
    von Kleingeräten, Schaltern oder Steckdosen verwendet. 
  • Elastomere sind quellbar und gummi-elastisch. Sie werden für Schwämme, Schwammtücher, Matratzen und Fussbodenbeläge verwendet.

 

Tödlich für Meerestiere

Die Entsorgung von Kunststoff ist sehr aufwendig und benötigt viel Energie. Es gibt in der Schweiz Unternehmen, die alle Kunststoffe sammeln und danach wiederverwerten. PET-Flaschen werden in der Schweiz zu 80% gesammelt und zu neuen Flaschen, weiterverarbeitet. So schliesst sich der Kreislauf der PET-Flaschen. Dabei müssen die hygienischen Anforderungen im Lebensmittel-, Kosmetik- und Medizinalbereich erfüllt sein. 

In der Zwischenzeit wissen wir, dass der Berg von Folien und Plastik wächst. Umweltschutzorganisationen setzen sich dafür ein, dass der Müll nicht im Meer landet, weil dadurch viele Fische und Meerestiere verenden. Wir sind gefordert, so wenig Kunststoffe wie möglich zu kaufen und zu entsorgen.

Einkaufstasche mitnehmen

Der Abfallberg würde sehr viel kleiner, wenn man Einkaufstaschen von zu Hause mitnehmen und diese so oft wie möglich brauchen würde. Resten von Gerichten kann man in ein Glas mit Schraubverschluss geben und im Kühlschrank aufbewahren. Somit verkleinert sich der Verbrauch von Frischhaltefolie. Zudem kann man die Gläser sehr oft verwenden und spart so Sackgebühren. Es lohnt sich, den Kindern eine kleine Znünibox mitzugeben. Die Kleinen bringen die leere Box zurück nach Hause.  Sie wird gewaschen und am nächsten Tag wieder mitgegeben.

Wenn schon Kunststoffgegenstände verwendet werden, sollte man sie wenigstens pflegen, damit sie lange halten und nicht gleich im Müll landen. Sie dürfen nicht mit Scheuermittel, Pads und harten Bürsten ge-
reinigt werden. Das gibt kleine Kratzer und sogar Risse, sogenannte Haarrisse. Befinden sich auf dem Kunststoff Farbflecken, wie von Karotten, kann ein Lappen mit Speiseöl die Farbe lösen.

Marlis Hodel, Hauswirtschaft, Landwirtschaftliches Zentrum Liebegg

Ähnliche Artikel

Erfolgreich auf dem Markt

Die Fleischspezialitäten von Sandra und Beat Grob findet man sowohl auf Märkten wie auch bei Detailhändlern. Die BauernZeitung war am Weihnachtsmarkt in Bremgarten mit dabei und hat dem Bauernpaar Tipps und Tricks entlockt.
14.12.2017

Ernst Beyeler und sein Eiermarkt

Vor 31 Jahren stieg Ernst Beyeler mit 26 Legehennen in die Direktvermarktung ein.
18.05.2017
Keine Kommentare

Ihr Beitrag wird überprüft. Beleidigende, rassistische, nicht in Schriftsprache verfasste oder nicht sachbezogene Beiträge werden gelöscht.