Ostschweiz
Publiziert: 22.07.2017 / 18:19
Pflügen will gelernt sein

64 Teilnehmer(innen) liessen sich von Meistern des Fachs in die Kunst des Pflügens einführen oder vertieften ihr Wissen.

Vor kurzem organisierten der Strickhof, das BBZ Arenenberg und die Landtechnikverbände Thurgau, Schaffhausen und Zürich in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Pflügervereinigung einen Pflügerkurs. Rund 64 Berufseinsteiger, angehende Wettpflüger und Pflüger, die ihr Wissen ergänzen wollten, nahmen daran teil. 

Auf dem Hof von Thomas Burgdorfer gaben unter anderem der sechsfache Pflüger-Weltmeister und Präsident der Schweizer Pflügervereinigung Willi Zollinger und der amtierende Schweizermeister Marco Angst ihr Wissen weiter. Sie unterstützten die Teilnehmer in der Umsetzung des theoretischen Wissens auf dem Feld und gaben Tipps für das Pflügen.

Viele junge Teilnehmer

Willi Zollinger und Stephan Berger von der Fachstelle Landtechnik am Strickhof freuten sich, dass so viele junge Bäuerinnen und Bauern Interesse am Pflügen zeigen. Ein Teil der Kursteilnehmer befasste sich intensiv mit den Regeln des Wettpflügens und den damit verbundenen Finessen bei der Pflugeinstellung. 

Eine anspruchsvolle Arbeit

«Den Pflug richtig einstellen gehört zu den anspruchsvolleren Aufgaben des Landwirts in der Bodenbearbeitung», erklärte Zollinger.  Auch wenn in den letzten Jahren der pfluglose 

Anbau einen Aufschwung erlebt habe, gehöre der Pflug nicht der Vergangenheit an. Richtiges Pflügen sei auch bei der heutigen Vielfalt der Bodenbearbeitungstechniken weiterhin eine Grundqualifikation der landwirtschaftlichen Ausbildung, ist Zollinger überzeugt. «Beim Pflügen ist das Zusammenspiel von Traktor und Maschine zentral», so der sechsfache Pflüger-Weltmeister.

Wenig Zeit in der Ausbildung

Es gibt viele messbare Kriterien, die sofort und auch für Laien sichtbar sind. Es ist schnell ersichtlich, wer die Technik des Pflügens im Griff hat. Hinzu kommt der Bewuchs und der Faktor Boden, der sich laufend ändern kann. Darauf muss der Pflüger reagieren können und allenfalls Änderungen an der Einstellung des Pflugs vornehmen. Das macht das Ganze sehr interessant. Aber die Kunst des Pflügens muss gelernt sein, betonten Willi Zollinger und Stephan Berger. 

«An den Landwirtschaftsschulen befassen sich die Lernenden gerade einmal einen Tag mit der praktischen Anwendung der Bodenbearbeitungsmaschinen und der Pflug ist nur ein Teil davon», erklärte Stephan Berger. Deshalb seien solche Kurse sehr wichtig. Aus diesem Grund wurde der Pflügerkurs für Berufseinsteiger und angehende Wettpflüger organisiert. Letztere sollen dank den Tricks und Tipps der Profis ihre Pflugtechnik verbessern können.

Mario Tosato

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