Pflanzenbau
Publiziert: 15.12.2017 / 15:50
Trotz tiefer Zwetschgenernte kann Verbrauch gedeckt werden

Der Frühjahresfrost hinterliess seine Spuren auch bei den Zwetschgen. Die SOV-Hochrechnung vom 28. Oktober 2017 ergibt eine gesamtschweizerische Brennzwetschgenmenge von 1283 Tonnen und liegt somit 83 % über der vom SOV geschätzten Menge von 700 Tonnen.

Durch das warme und mehrheitlich trockene Wetter im Sommer war der Krankheitsdruck sehr tief und die Qualität der Früchte sehr gut. Mit einer Menge von 1283 Tonnen Brennzwetschgen fiel die Ernte 2017 trotzdem rund 55 % tiefer aus als im Vergleich zum 10-Jahresdurchschnitt.

Dies ergibt eine Zwetschgenwassermenge von rund 640 hl r.A. Aufgrund der tiefen Erntemenge und den positiven Erfahrungen mit der Bonus-Zahlung bei den Brennkirschen hat das Produktzentrum Destillate beschlossen, den Richtpreis um 5 Rappen pro kg zu erhöhen. Somit erhalten Suisse Garantie-Produzenten CHF 0.71 pro kg Brennzwetschgen.

Der Richtpreis liegt seit 2011 bei CHF 0.66 pro kg. Trotz der tiefen Brennzwetschgenernte müssen die Konsumenten auf nichts verzichten. Die Hochrechnungen vor der Kampagne 2017 zeigen, dass die Brennereien über Zwetschgenwasserreserven von rund 2200 hl r.A. verfügen. Zusammen mit der neuen Ernte kann somit der Verbrauch von 2980 hl knapp gedeckt werden.

BauZ

Brennzwetschgen Schlussbericht 2017

Den Schlussbereicht als PDF herunterladen.

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