Ostschweiz
Publiziert: 17.03.2017 / 10:30
Glarus Süd: Nutzungsplan scheitert an Gewässerräumen

An der ausserordentlichen Gemeindeversammlung Glarus Süd in Schwanden folgte am Donnerstagabend eine grosse Mehrheit der Bürgerschaft dem Antrag der Bauerngruppe Glarus Süd und wies den des gesamten Nutzungsplan zurück.

Nur gerade fünfzig Minuten dauerte die ausserordentliche Gemeindeversammlung im Gemeindezentrum von Schwanden, dann stand fest: Der Antrag der Bauerngruppe Glarus Süd, die gesamte Nutzungsplanung abzulehnen, ist angenommen. Der Gemeinderat nahm das Ergebnis sichtlich resigniert entgegen.
Gegen Revitalisierung auf Vorrat
Die Landwirte wehrten sich gegen die geplanten Ausscheidungen von Revitalisierungsflächen auf Vorrat. Sie kritisierten einmal mehr, dass von Seiten der Gemeinde das Gespräch mit den Betroffenen nicht gesucht worden sei. (Die Bauernzeitung berichtete). Letzteres war von den verschiedensten Antragstellern zu hören, wobei längst nicht alle Redner aus der Landwirtschaft kamen.  Einsprachen seien nicht beachtet, die Probleme nicht ernstgenommen worden.
Rechtssicherheit schaffen
Einige Redner versuchten, wenigstens einen Teil des Nutzungsplanes zu retten und beantragten, die Ausscheidung der  Gewässerräume in ein zweites Paket zu verschieben. So würden die guten Elemente des Nutzungsplanes trotzdem umgesetzt. Die  Mängel beim Festlegen der Gewässerräume, welche vor allem die Landwirtschaft aber auch andere Grundeigentümer betreffen, könnten so noch einmal überarbeitet werden. Es sei dringend nötig eine Rechtssicherheit zu schaffen. Aktuell würden in der Gemeinde 13 verschiedene Baureglemente gelten, was die Arbeit für die Planer und Behörden nicht einfacher mache.  Das sei eine grosse Unsicherheit mit Kostenfolgen für Investoren und private Grundeigentümer. Alle Redner waren sich aber einig, dass die Ausscheidung der  Gewässerräum zurückgewiesen gehört.
Klare Mehrheit
Der Gemeinderat versuchte das Steuer im letzten Moment herumzureissen, schloss sich den Voten für eine Teilabnahme an. Bei der Gegenüberstellung der beiden Anträge gewann mit einem sichtlichen Mehr die Gesamtrückweisung. Noch eindrücklicher war das Resultat bei der Abstimmung über Antrag oder Ablehnung des gesamten Nutzungsplans. Eine riesige Mehrheit der über sechshundert Anwesenden sprach sich für eine Rückweisung aus.
Anliegen ernst nehmen
Jakob Hefti von der Bauerngruppe Glarus Süd stellte erleichtert fest: «Jetzt sind wir zurück auf Feld 0“. Ihm ist klar, dass Gewässerraumausscheidungen Verzichte bedeuten. Er hofft aber, dass die Gemeinde die neu gewonnene Zeit nutzt, die Anliegen der Direktbetroffenen ernst zu nehmen.  Grosse Hoffnungen setzt er in die Signalwirkung dieses Entscheides. Nur wenn die Basis diese Ungerechtigkeiten nicht einfach hinnehme, könnten Änderungen daraus erfolgen. Barbara Schirmer

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