Zecken gelangen meist in Wald und Wiese auf das Pferd. Da Huftiere eine grosse Fellfläche haben, bleiben die Parasiten oft unbemerkt. Sie bevorzugen jedoch die Schulterregion, da das Fell dort dünner ist.

Infektion mit Borreliose

Hat ein Pferd Borreliose, geht es oft lahm. Die Gelenke entzünden sich, und das Tier wirkt antriebslos. In vielen Fällen kann die körpereigene Abwehr die Bakterien bekämpfen. In schweren Fällen jedoch greifen die Erreger das zentrale Nervensystem an, wodurch die Koordination des Pferdes gestört wird. Ist das zentrale Nervensystem betroffen, kann es zudem zu Schluckbeschwerden kommen.

Infektion mit FSME

Eine Infektion mit FSME-Viren ist seltener, verläuft aber oft schwerwiegend. Infizierte Pferde bekommen Fieber, leiden unter Koliken, werden schreckhaft und können Krampfanfälle erleiden. Da es für Pferde keine Impfung gegen FSME gibt, endet eine Infektion oft mit dem Einschläfern des Tieres.

Tipps gegen Zecken

Zecken meiden: Im Idealfall bleiben Reiter und Pferd während der Zeckensaison auf Waldwegen und vermeiden hohes Gras oder dichtes Gebüsch.

Fell absuchen: Nach dem Weidegang oder Ausritt sollten Besitzer das Fell des Pferdes absuchen. Zecken setzen sich bevorzugt an Stellen mit dünner Behaarung fest.

Frühzeitige Entfernung: Borrelien gelangen erst nach 12 bis 24 Stunden vom Darm der Zecke in den Blutkreislauf des Pferdes. Ein frühzeitiges Entfernen kann das Infektionsrisiko erheblich senken.

Zecken richtig entfernen: Wird eine Zecke entdeckt, lässt sie sich am besten mit einer Zeckenzange oder einer spitzen Pinzette entfernen. Das Werkzeug möglichst nah an der Haut ansetzen und die Zecke gerade herausziehen. Bleibt das Mundwerkzeug stecken, ist das meist unproblematisch – der Körper stösst es in der Regel von selbst ab.