Ich weiss noch, wie ich es vor Jahren zum ersten Mal gesehen habe. Das Haus hatte etwas Wildes, aber auch etwas Kultiviertes an sich. Es stammte aus einer anderen Zeit, und seine Fassade aus verwitterten Schindeln schien schon viele Leben gelebt zu haben. Sagi-Hans war hier aufgewachsen, und in den 1940er-Jahren war es auch im Winter bewohnt. Das war der Harzisboden, benannt nach dem Harz der Kiefern, die ihn umgaben. Harz, das von den Schweineschlächtern verwendet wurde, um die Haare der Tiere zu entfernen.

Es war Hans' Grossvater, der vor einem Jahrhundert aus Röthenbach hierher gekommen war. Die Männer fällten die Bäume rund um den Harzisboden und brachten sie mit Pferden zu dem Sägewerk, das er gekauft hatte. Der kleine Hans musste ein paar Stunden bis zur Schule in Bumbach laufen. Abgesehen von den Tagen, an denen Lawinen den Weg versperrten. Lawinen wie die, die seinen Grossonkel tötete.

Und vielleicht hundert Jahre vor seinem Grossvater: eine Glashütte hier, wo der quarzhaltige Sand des Flusses und das Brennholz des Waldes einen idealen Standort bildeten. Aber diese Geschichte wird mir an einem anderen Winterabend wie diesem erzählt werden, wenn ich an einem zugefrorenen Fluss sitze und ihm beim Flüstern zuhöre.