Schon mit zehn Jahren presste Roberto Trauben unter seinen nackten Füssen. Er wuchs bei seinen Grosseltern auf, in deren Weinberg in Penela da Beira, in Portugal. Als er zwölf war, war sein Grossvater tot und seine Grossmutter krank. Also ging er in die Schweiz, wo seine Mutter arbeitete. Das Leben war nicht immer einfach. Er vermisste Portugal und seine Grosseltern, und er wollte nicht zur Schule gehen. Aber mit der Zeit und der Aufmerksamkeit, die er bekam, lebte er sich ein.
Und dann, vor 14 Jahren, fand er Maria und Chrigu und ihren Bauernhof in den Emmentaler Alpen. Seitdem ist er hier geblieben. «Ich bin in einer großen Familie aufgewachsen», sagt Maria, «und ich habe die Menschen vermisst. Gemeinsam zu leben, zu spielen und zu arbeiten». Und nun ist Roberto zur Familie geworden.
Roberto macht alle möglichen Arbeiten, aber am liebsten schneidet er Holz mit einer Motorsäge. Und so ist er im Ort als «Röbu, der Holzer Köbu» bekannt. Aber er hat noch eine weitere Leidenschaft, und das ist Volga, der Original-Braunvieh-Limousin-Mix. Volga, die mit gesenktem Kopf auf ihrer Wiese unter dem Hohgant zu ihm kommt und darauf wartet, gekrault zu werden. «Sie ist», sagt Röbu, «mein Liebling».