Die Herde Wasserbüffel stapft vor uns den Hang hinauf, so massiv und so schwarz, dass sie die Sonne zu verdunkeln droht. Die Exotik der Schangnauer Wasserbüffel ist inzwischen fast schon alltäglich geworden. Aber natürlich kommen sie nicht aus Schangnau, so wie auch die Subarus aus unerfindlichen Gründen nicht im Emmental hergestellt werden.
Es ist fast 30 Jahre her, dass Hans Bieri aus Schwarzbach, genannt Schwabi, mit seinem rumänischen Praktikanten sprach und die Tiere von dort importierte. Inzwischen sind die Büffel in der siebten Generation hier. Und die Schwabis auf diesem Bauernhof vielleicht in ihrer fünften. Hans' Sohn Chrigu war ein Kind, als die Büffel importiert wurden und ist mit ihnen aufgewachsen.
«Büffel sind gutmütig, können aber auch störrisch sein. Es ist wichtig, früh mit der Erziehung zu beginnen und sich durchzusetzen, sonst erziehen die Büffel den Bauern. Zum Beispiel, wenn sie nur auf ihren Platz gehen, wenn es gutes Futter gibt, oder nur Milch geben, wenn sie gestreichelt werden.» Charakterstärke und Ideen fliessen im Schwarzbach leicht durch Büffel und Schwabis. «Nicht alles was man im Leben macht muss rentieren, es reicht manchmal wenn man an der Sache etwas lernt und Freude daran hat.»