Das Maison du Gruyère wurde nicht von der Corona-Pandemie verschont, wie Geschäftsführerin Fabienne Porchet im Jahresbericht ausführt. Die GV der Société coopérative Laiterie de Gruyères wurde auf dem Korrespondenzweg durchgeführt. Laut Auswertung der Antworten der Genossenschafter(innen) wurde allen Geschäften zugestimmt. Die Schaukäserei, die Vitrine des Gruyère AOP, empfing letztes Jahr 303 139 Personen, davon besuchten 63 597 die Ausstellung. Aufgrund der Pandemie ging die Zahl der Besucherinnen um die Hälfte zurück. Statt an 365 Tagen war die Schaukäserei nur während 275 Tagen offen. Wie Fabienne Porchet schreibt, kamen die Besucher hauptsächlich aus der Schweiz und Europa.
Ein Minus klafft in der Rechnung
In der Käserei wurden 6,2 Millionen Tonnen Milch zu hochwertigem Gruyère AOP verarbeitet. Den Produzenten wurden ab dem 1. Juli 2020 88,3 Rappen pro Kilo Milch vergütet. Die Rechnung der Genossenschaft schliesst mit einem Verlust von 202 000 Franken. Für den Unterhalt wurden 158 000 Franken investiert und für die Planung des neuen Projekts «Mujyâ» wurden 410 000 Franken investiert. Die Abschreibungen belaufen sich auf 528 000 Franken.
Die Eröffnung ist auf 2025 verschoben
Wie Projektleiter Philippe Voillat im Geschäftsbericht ausführt, nehme die Ausarbeitung des Detail- und Erschliessungsplans für das Quartier, das nebst den neuen Bauten der Schaukäserei auch ein Heim und das Gemeindehaus umfassen soll, mehr Zeit in Anspruch. Folglich sei es auch nicht möglich, das Baugesuch einzureichen. Die Vorprüfung des Projekts fiel positiv aus. Gegenüber der Zeitung «La Liberté» erklärte der Präsident der Genossenschaft Laiterie de Gruyères und Direktor der Sortenorganisation, Philippe Bardet, dass der Bau der Schaukäserei und des Parkplatzes 2022 bis 2023 erfolgen sollen; das Maison du Gruyère soll 2024 bis 2025 gebaut werden. Die Eröffnung des Komplexes ist nunmehr auf 2025 statt 2023 verschoben. Die Baukosten sind mit 37,5 Millionen Franken veranschlagt.